Power Racing Part 2

Wieder eine Starkwindregatta an der Ostsee! Die BIC Bande der SGJ Niendorf hat zum ersten mal eine Ranglistenregatta der O'pen BIC Klasse ausgerichtet und kam bei 5 – 8 bft gewaltig ins Schwitzen.  Pauline segelt wie vom anderen Stern!

Die Bilder im Kopf waren klar:  Sonne, Sandstrand, Strandkörbe, Caipirinhas, Segeln in Short und Lycra, Bacardi-Feeling.

Die Realität sah anders aus:

5 bis 8 bft stabiler Wind, Wasser und Sand senkrecht in der Luft. Longjohn und Troko, Grog-Feeling und eine Menge atemberaubender Segelspass.  So ist Beachsegeln an der Ostsee. 

Die SGJ Niendorf hat zum ersten mal eine Regatta für uns in der Lübecker Bucht ausgerichtet. Direkt vor der Haustür von Travemünde trafen sich 20 Segler aus dem Bundesgebiet und segelten direkt vor dem Timmendorfer Strand.  Sie wurden schon am Freitag von einem strammen und zunehmenden Nord-West Wind empfangen, der direkt vorbei am wunderschönen Maritim-Hochhaus über die Bucht blies. Diesem Wind fiel leider das geplante Practice Race am Freitag zum Opfer. Es bleib am ersten Tag bei einer harten Wassertrainingseinheit für die Ehrfahreneren, während sich die Newcomer das Spektakel vom Ufer anschauen durften.

Am Samstag gab es dann kein zurück. Nach einer kurzen aber ausführlichen Steiermannsbesprechung schickten Cartsen Schermer und sein Team die Segler an den Start.  In zwei Einheiten konnten insgesamt 5 Wettfahrten gefahren werden. Souverän ging Pauline Strempel dabei in Führung, gefolgt von Phil Kirchhoff und Jouri Clephas.  Für die Leichten im Feld war die Regatta nach ein bis zwei Wettfahrten vorbei, da sie mit ihrem geringen Gewicht das Boot nicht sicher beherrschen konnten.  Aber kein Beinbruch, denn auch die Cracks wurden von Böen, die von hinten durchs Feld zogen auf den Vorwindkursen reihenweise abgeräumt und boten manch spektakulären Stunt. Purzelbäume auf der Ziellinie wurden nicht nur aus Freude vollführt. 

Eigentlich sollte der Sonntag ruhiger werden, aber auf Windfinder und Co. war wie immer Verlass.  Sicher ist halt nur, dass es anders kommt als angekündigt. Und so frischte es noch einmal auf.  Keine Chance für die (sehr vernünftigen) Kleinen. Lediglich Leo Beyer kämpfte sich tapfer durch. Aber er kannte auch das heimische Revier und solche Winde aus Surendorf. Obs ihm wirklich noch Spass gemacht hat, sei dahingestellt, aber Respekt und Anerkennung für diese tolle Leistung. Leider konnte nur eine weitere Wettfahrt gesegelt werden, die auch erfahrenere Segler an ihre Grenzen brachte. Carsten Schermer beendete die Regatta nach 6 Läufen aus Gründen der Sicherheit.  Die letzten noch auf der Strecke befindlichen Segler wurden vom Sicherheitsteam sicher ans Ufer geleitet.

Die ganze Veranstaltung war perfekt organisiert und immer stand die Sicherheit der Teilnehmer absolut im Vordergrund. Insgesamt vier Sicherungsboote waren permanent präsent und ermöglichten so excelenten Regattasport bis in den Grenzbereich. Spektakuläre Kenterungen führten zu der einen oder anderen kleinen Blessur und dem einen oder anderen Bootsschaden. Aber auch beim Fussball gibt es blaue Flecken.