Die Deutsche Meisterschaft 2018

Hallo, ich bin Malte Kreutzer (Segelnummer 8548). Ich bin 10 Jahre alt und segle im Verein Seglerverein Leipzig e. V. seitdem ich 5 bin. Anfang diesen Jahres bin ich auf den Bic umgestiegen, weil viele meiner Freunde aus der Trainingsgruppe auch mit diesem Boot segeln. Wir haben das ganze Jahr fleißig trainiert, und uns gegenseitig angetrieben uns immer weiter zu verbessern. Unser großes Highlight der Saison sollte dann die IDJM am Steinhuder Meer sein. Insgesamt waren wir zu dritt: Thaddäus Rößler (SVL e. V.), Jannik Schwarzer (1. SG LVB) und ich, was sehr schön war. Und die anderen Jungs unserer Trainingsgruppe haben uns von zu Hause die Daumen gedrückt.

Begleitet wurden wir die ganze Zeit von unseren Trainern Silke und Thomas, bei denen ich mich nochmal bedanken will, dass sie uns immer mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Für mich war bei dieser Regatta neu, dass es Eingewöhnungstage und eine Übungsregatta gab. Das war gut, weil so konnten wir uns mit dem Revier vertraut machen. Das Steinhuder Meer ist an vielen Stellen „seeehhrrr“ flach, so dass ich schon nach dem ersten Mal auf dem Wasser Kontakt mit dem Untergrund hatte. Aber nachdem man weiß, wo es eng wird, ist es nicht wieder passiert und Jannik Schwarzer (Verein: 1. SG LVB) und ich haben uns mal gemeinsam auch die große Insel auf dem Steinhuder Meer anschauen können.

Dann kam die Übungsregatta. Das war nicht schlecht, weil wir schauen konnte, wo wir uns in dem Feld positionieren und wie die anderen Segler so drauf sind.

Alles hat gut geklappt und Thomas meinte: stabile erste Hälfte wäre eine gute Ausgangsposition. Immer, wenn wir fragten, was wir noch verbessern können kam immer die gleiche Antwort: „Bleibt ruhig, segelt das Boot gerade und fahrt saubere Manöver, dann klappt das schon!“. Halt wie immer ohne große Worte, so wie wir ihn kennen.

Dann kam die Regatta. Gestartet sind wir am Freitag 15 Uhr zur ersten Wettfahrt. Nach dem ersten Start musste ich erstmal zwei Kringel drehen, weil ich ein anderes Boot berührt habe. Das war nicht so schön, aber ich konnte wieder aufholen und mich hinter meinen Segelfreunden Jannik und Thaddäus einreihen. Mit dem 12. Platz in der ersten Wettfahrt war ich dann doch zufrieden. Die Windbedingungen kamen mir am Freitag entgegen, da ich ja noch recht leicht bin. Und so war ich auch super zufrieden mit der Platzierung in der 2. Wettfahrt und meinem 4. Platz. Ich glaube so gut, bin ich noch nie in eine Regatta gestartet.

Dann kam der Samstag, wieder mit Leichtwindbedingungen. Thaddi, Jannik und ich konnten uns alle drei wieder im vorderen Feld platzieren und unsere Positionen damit halten, was sehr gut war. In Wettfahrt vier hattet wir einen guten Start. Jannik und ich konnten sich bereits auf der Startkreuz vom Feld absetzen. Unseren Vorsprung haben wir dann auch noch auf dem Vorwindkurs ausbauen können und dann ……… wurde die Wettfahrt abgeblasen und alle anderen wussten dann auch, dass wir gut sind.

Nach zwei Wettkampftagen hatten wir also nur 3 Wettfahrten geschafft. Aber am Sonntag sollte ein Wetterumschwung etwas mehr Wind bringen. Da waren dann alle Trainer beim Wettfahrtleiter und haben besprochen, dass wir ganz früh am Sonntag anfangen, damit wir noch ein paar Läufe hinbekommen. Also ging es am Sonntag kurz nach 9 Uhr aufs Wasser, erster Start 9:55. Ich war aufgeregt. Es war wesentlich mehr Wind und ich wusste ich muss mich anstrengen, um ein gutes Ergebnis zu bekommen. Kurz vor dem ersten Start hat es etwas abgeflaut, mein Start war gut, aber eine falsche Wende hat mich auf dem ersten Kreuzkurs erstmal wieder hinter das Feld gesetzt. Um aufzuholen, entschied ich mich anderes als die meisten des Feldes die LUV-Tonne vom Gate zu nehmen. Mit einem kurzen Schlag raus und dann quer zum Feld wieder rein, hatte ich wieder Anschluss zur Spitzengruppe und konnte in der 4 Wettfahrt wieder einen der vorderen Plätze belegen. Dann kam mehr Wind, da wurde es echt kipplig, gekentert bin ich aber zum Glück nicht. Ich habe die ganze Zeit gekämpft, denn ich hatte mir am Sonntag früh vorgenommen einen Platz unter den ersten zehn der Gesamtwertung zu belegen. Der Wind beruhigte sich etwas und dann kam der Massenrückruf. Irgendwie waren alle aufgeregt, weil es nun wirklich um die Wurst ging und der Wettfahrtleiter hat viermal hintereinander kurz getutet (normalerweise wird ja nur dreimal beim Massenrückruf getutet). Ich glaube er war es nicht mehr gewöhnt, dass wir uns alle nicht an die Regeln halten. Naja danach lief es wieder gut für mich und wir konnten endlich nach insgesamt fünf Wettfahrten an diesem Tag in den Hafen reinfahren.

Und dann kam das Abbauen und Warten auf die Endergebnisse. Das war echt spannend, weil ich wusste, dass das Wochenende für uns alle drei gut gelaufen war, aber wir natürlich noch keine genauen Ergebnisse wussten. Die Siegerehrung kam und es war echt toll! Zuerst wurde die U14 Wertung verlesen. Thaddäus Rößler bekam den dritten Platz, bekam eine Medaille und durfte sich in seinen Liegestuhl setzen. Da wusste ich schon, ich hab es geschafft und werde erster oder zweiter. Das war echt cool zum Schluss den ersten Platz geschafft zu haben. Dann kam die Gesamtwertung aller Teilnehmer. Die ersten zehn Segler wurden aufgerufen. Jannik Schwarzer belegte eine sehr guten 6. Platz der Gesamtwertung und dann ging es um die Platzierung. Und da durfte ich nochmal aufstehen und konnte mir auch noch die Medaille für den dritten Platz der Gesamtwertung abholen. Mein Tag war damit perfekt und ich super stolz. So dass wars erstmal von mir.

Viele Grüße aus Leipzig sendet Euch Malte und ich freue mich schon euch im nächsten Regattajahr alle wieder zu sehen!

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