Schleppleine ab sofort Pflicht

Da mit den neuen Klassenregeln eine Schleppleine an Bord Pflicht ist, haben wir hier einmal den Link zu einem älteren Beitrag aufgeführt in dem die Schleppleine beschrieben ist. Die Maße im Beitrag haben wir an die aktuellen Regeln angepasst. (8 Millimeter Durchmesser,  mindestens 7 Meter lang, am Mast befestigt, schwimmfähig)

Regel-Update / Vermessung

Nun sind Behälter für Verpflegung, Timer, Kameras und Verklicker ebenso erlaubt wie ein beliebiger Pinnenausleger, der jedoch nicht aus Carbon sein darf. Es besteht Einigkeit darüber, dass diese Dinge nicht verpflichtend mitzuführen sind.

Die neuen Wettfahrtregeln Segeln 2017 bis 2020

World Sailing hat die Wettfahrtregeln Segeln 2017 bis 2020 veröffentlicht.
Die neue Ausgabe der RRS berücksichtigt die vorgeschlagenen Regeländerungen von den nationalen Behörden, Klassenverbänden und Regattaleitern aus den letzten vier Jahren.
Die RRS 2017 – 2020 gelten für alle Veranstaltungen ab dem 1. Januar 2017.
Kopien der neuen RRS sind verfügbar, in Englisch von World Sailing oder inklusiver Deutscher Übersetzung, im Buchhandel.

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Download von World Sailing

Schwimmwesten-Pflicht bei Regatten

DSV folgt dem Wunsch seines Jugendseglerausschusses

Das Präsidium und der Seglerrat des Deutschen Segler-Verbandes sind dem Wunsch des Jugendsegelausschusses gefolgt und haben eine generelle Pflicht zum Tragen von “persönlichen Auftriebsmitteln” für Seglerinnen und Segler im DSV-Jugendalter bei Regatten beschlossen. Ein entsprechender Absatz wird Teil der überarbeiteten Wettsegelordnung und erlangt Gültigkeit zum 1. Februar 2017.
Die neue Regelung gilt für alle Seglerinnen und Segler unter 20 Jahren, d.h. in 2017 für die Jahrgänge 1998 oder jünger und betrifft alle Bootsklassen – z.B. auch auf Kielbooten. Sofern Klassenvorschriften nichts anderes vorschreiben müssen die “persönlichen Auftriebsmittel” mindestens der ISO 12402-5 entsprechen.

Neue Klassenregeln verabschiedet

Am letzten Wochenende im Oktober wurde die Saison 2016 am Gardasee mit der EuroChallenge beendet. Aus Deutschland war leider nur Severin Erlen dabei, dem wir alle Daumen drückten.
Zu diesem Anlass fand dort auch eine Generalversammlung der internationalen O’pen BIC Klasse statt, an der auch die DOBKV teilnahm .  Endlich wurden die neuen Klassenregeln verabschiedet, an denen wir seit Monaten gearbeitet haben.  Basis war der von uns erstellte Entwurf aus dem Sommer 2016, ergänzt durch die Meinungen aus der Sommerversammlung in Frankreich und beeinflusst durch die Neuerungen in den RRS 2017-2020 von World Sailing. Hier wurden viele Ansätze aufgenommen, die vom DOBKV Vorstand, insbesondere von Axel Horlbeck ausgearbeitet wurden.

Es bleibt zu hoffen, dass sich Sachverstand und Pragmatismus auch international durchsetzen werden und sich die Klasse mit diesen eigenen vom Hersteller emanizipierten Regeln durchsetzen wird.

Hier die wichtigsten neuen Regeln ab 2017

Ein Verklicker wird nun offiziell erlaubt ebenso wie Timer, Kamera und einiges andere an persönlichem Equipment.

Die Altersklassen werden für Welt-und kontinentale Events auf U17 / U13 festgelegt. Die U17 Definition entspricht den neuen Regeln von World Sailing.

National können wir davon abweichen, und wir behalten uns zunächst vor, die bisherige Regelung (U14 und U19) beizubehalten. Dies wollen wir in Abhängigkeit von den realen Starterfeldern in den Altersstufen regeln. Idealerweise möchten wir etwa gleich Große Flotten, wie es in den letzten Jahren war.  Dies wollen wir in Abhängigkeit von den realen Starterfelder Größen regeln. Wir streben gleich große Flotten, wie es in den letzten Jahren war, an.

Das 3,8 m² Segel wird offiziell zugelassen. Segler können sich für dieses Segel bei einer Regatta entscheiden. Es kann dann aber nicht mehr gewechselt werden.  NORs können für die U13/14 das kleine Segel vorschreiben, z.B. wenn es in den Ländern (wie Italien) gesetzlich vorgeschrieben ist.

Die Windgeschwindigkeit für erlaubtes Pumpen wird auf 12 Knoten erhöht.  Addendum Q (direct Umpiring) wird für int. Events vorgeschrieben, für nationale empfohlen und unterstützt.

Alle Blöcke und Beschläge und Kleinteile (auch der Ausreitgurt) am Boot dürfen herstellerunabhängig ausgetauscht werden, sofern Dimension und Funktion nicht verändert werden. Pinnenausleger können in beliebiger Länge (auch teleskopierbar) eingesetzt werden, jedoch keine aus Carbon.

Das Race-Kit in der bekannten Form ist nun auch mit Block auf dem Baum und Block statt Umlenköse erlaubt.

Alle Leinen dürfen verlängert und mit Gummis gestrafft werden und einen Griff oder Ball am Ende erhalten.  Eine schwimmende Schleppleine von min. 6m Länge und einer empfohlener Stärke von 8 mm ist vorgeschrieben.

Nur Rigg, Foils und Rumpf sind noch an BIC-Sports gebunden.

Regel-Update / Vermessung 2014

Mit der Deutschen Jugendmeisterschaft in Surendorf steht unser zweites Event unter Obhut des DSV vor der Tür. Da wir nun im Rahmen der Meisterschaftsordnung des DSV starten, müssen wir einige Regularien erfüllen und manche Dinge genauer beachten als in der Vergangenheit.

So schreibt die Meisterschaftsordnung für alle Klassen zwingend eine Vermessung vor, obwohl bei Einheitsklassen wie der O’pen BIC eigentlich keine Notwendigkeit dafür besteht. Die Vermessung wird am Donnerstag, dem 17.07.2014 in Surendorf von der KV vorgenommen.

Da nicht zu erwarten ist, dass irgend jemand Unsummen für eine eigene Blasform ausgibt um sich einen eigenen Rumpf bauen zu lassen, oder um ein individuelles Segel zu schneidern, beschränkt sich diese “Vermessung” auf eine Kontrolle der Ausrüstungsgegenstände und Leinenführungen.

Bei einer Einheitsklasse wie der O’pen BIC ist grundsätzlich alles erlaubt, was dem Auslieferungszustand des Bootes entspricht oder entsprach. Alles andere ist grundsätzlich verboten, wenn es nicht explizit erlaubt wurde.

Rümpfe, Segel, Rigg und Foils haben eine Seriennummer und sind damit automatisch Regel konform und üblicherweise nicht zu beanstanden. Anders sieht es mit den Beschlägen und Leinen aus. Hier wütet gerne die Kreativität.  Blöcke, Klemmen, Umlenkungen und Leinen dürfen grundsätzlich durch gleichwertiges Material ersetzt werden, müssen in ihren Dimensionen aber dem Orginal entsprechen.

Zusätzliche Beschläge, Rollen oder Klemmen sind nicht erlaubt! Umlenkungen, Über-und Untersetzungen oder Variationen der Leinenführung die die Wirkweise des Originals optimieren oder verändern sind grundsätzlich verboten !

Erlaubt sind die Modifikationen, die im Rahmen des optionalen Race-Kits 2012 und 2013 vorgestellt und in den Wettkampfregeln verankert wurden. Es sei dahingestellt, ob das alles seglerisch sinnvoll oder nur Umsatz relevant ist, es darf aber eingesetzt werden.

Wir wollen hier nun darstellen, was erlaubt und was explizit verboten ist. Die Dinge, die hier als verboten dargestellt sind, werden in Ribnitz und Riva nicht akzeptiert und müssen bis zum jeweiligen Start geändert werden. Da es bei uns keine Proteste gibt, führen Verstöße dagegen von Amts wegen sofort zur Disqualifikation !

Verboten !

Die beliebte Verlängerung am unteren Block des vorderen Streckersystems ist definitiv nicht erlaubt !  Diese “Hochlegung” soll es vereinfachen den Strecker unter Last zu lösen, in Wirklichkeit verändert sich aber so der Winkel des Baumniederholers und erhöht den Druck auf die Baumgabel und damit auf den Mast. Hier wird der Abrieb erhöht und dem Mastbruch Vorschub geleistet.

Es ist nicht geklärt, ob die hier dargestellte Startuhr (am Boot montiert) Regel konform ist, wir betrachten sie aber als Bestandteil der persönlichen Ausrüstung des Seglers und werden das so oder ähnlich akzeptieren.

 

Erlaubt !

Für den Unterliekstrecker ist jetzt eine Übersetzung mit einem Block erlaubt. Dieser kann an der Seite des Baumes geführt werden.

Die sicherere Version mit einer Führung oberhalb des Baumes ist mittlerweile auch erlaubt !

Der Ersatz der Öse am Ende des Baumes durch eine Rolle ist ebenfalls erlaubt.

Cunningham:

Um das Lösen der Klemme am vorderen Strecker zu vereinfachen sind zwei Modifikationen erlaubt:

1. Die Curryklemme kann nach oben gedreht werden um das Lösen nach oben zu erleichtern.
So waren frühere Versionen der O’pen BIC orginal ausgestattet.

2. Die neue Lösung sieht eine separate “Löseleine” vor, die über einen Schäkel von unten vor der Curryklemme in den Strecker eingreift und diese nach unten aus der Klemme zieht. Diese Leine kann bis zum Fußblock der Großschot geführt und da eingehangen werden. Durch den Griff am Schwert geführt, dient sie zusätzlich als elegante Schwertsicherung

Das vordere Streckersystem ist überhaupt eine beliebte Spielwiese. Um die Wirkung zu erhöhen, bzw. die Bedienung zu erleichtern, wurde eine weitere Umlenkung in der Leinenführung erlaubt. So darf der Baumniederholer jetzt mit einer Rolle untersetzt werden.

 

Großschot:

An der Großschot darf am oberen Block eine Verlängerung von bis zu 20 cm Länge eingebaut werden. Dadurch kann die Großschot verkürzt werden. Ebenfalls ist da ein Patentschäkel zum Lösen der Schottaille satthaft (wie bei den Optis).

Es spricht nichts dagegen, eine andere Schot, z.B. auch eine verjüngte Schot zu verwenden.

 

 

Schleppleine:

Nun noch zum Lieblingsthema Schleppleine.  Wir haben als Deutsche KV in seit diesem Jahr eine Schleppleine vorgeschrieben. Im Verlauf der bisherigen Saison hat sich gezeigt, dass dies eine durchaus sinnvolle Maßnahme war. Bei einigen Regatten und vielen Trainings mußte geschleppt werden, und auch in Ribnitz und vor allem Riva ist mit großen und langen Schleppverbänden zu rechnen.

Die von uns favorisierte Lösung haben wir weitestgehend bei den Optis abgeschaut und bedanken und hiermit für den Input.

Eines vorweg:  Die Schleppleine ist keine Schikane und auch keine reine Sicherheitseinrichtung. Sie wird auf größeren Regatten ständig genutzt und sollte immer gut und schnell einsatzbereit und greifbar sein. Irgendwelche Alibi Leinchen nutzen uns allen nichts. Es ist auch nicht sinnvoll die Leinen irgendwo festzutapen oder einzunetzen.  Schliesslich müssen die auch nach dem Gebrauch wieder ordentlich auf dem Boot sein. Und eine Rolle Tape oder Kabelbinder haben nur die wenigsten dabei.

Unsere Trainer und Betreuer werden Segler ohne oder mit ungeeigneten Schleppleinen nicht in den Schleppverbund aufnehmen!  Wir bitten deshalb um Beachtung folgender Empfehlungen:

 

Zunächst haben wir eine schwimmfähige Leine ausreichender Stärke vorgeschrieben. Die Leinen sollten schwimmen, damit sie sich nicht in der Schraube des Schleppbootes oder auf dem Seegrund verfangen. Sie sollen so stabil sein, dass auch mehrere Boote damit geschleppt werden können.  Wenn man nämlich vorne im Schleppverband hängt, hängen alle anderen Boote mit an dieser Leine. 8 Millimeter Durchmesser muß sie mindestens haben.

Die Leinen sollten mindestens 7 Meter (besser 8 m) lang sein und 1,5 – 2 Meter vor dem Bug einen Palstek mit einer Öse von nur etwa 10-15cm Durchmesser eingeknotet haben.  In diese Öse hängt sich das folgende Boot ein.  Am Ende der Leine hat sich ein runder Holzstab bewährt, der ganz einfach in diese Öse eingehangen werden kann .

Tipp:  Mamas Besenstiel abschneiden, Loch rein bohren, Leine und Gummi durchziehen, Knoten drauf, fertig !

Diese einfache Konstruktion spart die Knoterei und einen (nicht schwimmenden) Karabinerhaken am Leinenende. (Ein Palstek ist natürlich auch erlaubt, wenn er dann auch wieder aufgeht).  Wenn man an diesem Holz einen Gummistropp befestigt, kann die ganze Leine schnell aufgeschossen und irgendwo am Boot, idealerweise am Mast festgemacht werden.  Es empfiehlt sich grundsätzlich, die Leine sauber aufzuschiessen und nicht aufzuwickeln. Das verhindert Wickel und Kinken in der Leine.
Besser vorher mal üben. 😉

Die Leine selber wird mit einem Palstek am Mastfuss befestigt. Das ist die stabilste Stelle am Boot.  Wenn hier die Lasten der Segels in den Rumpf eingeleitet werden, können hier auch die Zuglasten beim Schleppen übertragen werden. Da ist das Boot wesentlich stabiler als an den Griffen, die nur mit zwei Schrauben befestigt sind. Die Leine sollte dann einmal durch die vordere Metallöse und den Griff geführt werden um das Boot sauber hinter dem Schlepper  auszurichten.

Wir binden beim Schlepp nicht Boot an Boot, sondern Leine in Leine. Damit belasten wir nicht die Rümpfe und deren Griffe, sondern die Leinen. Jeder Rumpf muss so nur die eigene Last halten und nicht die Last aller folgenden Boote.

 

Wenn wir dann noch die Schot aushängen, das Schwert unten lassen, nach vorne gucken und Ruder legen, gibt es einen perfekten Schleppverband und alle sind pünktlich am Start und früh wieder im Hafen.

Damit wir in Riva überhaupt aufs Wasser dürfen ist noch eines wichtig:

Versicherung

Jeder Teilnehmer muss vor Ort eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 1.500.000 (eine Million) € nachweisen.  Das sollte mit einem Papier geschehen, das auch Nichtjuristen und nicht deutsch sprechende Personen überprüfen können. Eine deutsche Familienhaftpflichtpolice mit verklausuliertem Einschluss von Booten ist unter Umständen wenig hilfreich.  Bei den bekannten Bootsversicherern gibt es preiswerte Jollenpolicen (z.B. 42€/Jahr bei Pantaenius) mit klar erkennbaren Deckungsscheinen.  Ohne Versicherungsnachweis lassen die Organisatoren in Riva niemanden aufs Wasser.